»Der Herr D. hatte Bauchweh.
Besuch aus der alten Hauptstadt
hatte sich angekündigt und
wollte die neue Hauptstadt sehen.
Aber Berlin lag unter Wolken
und Nebelschleiern, und nichts
auf der Welt sah so hoffnungslos aus
wie diese Stadt mit ihrem
ewigen Nieselregen und ihren
ewigen zwei Grad plus.«
Der Autor Hans W. Korfmann, (Die ZEIT, FAZ, Mare, Frankfurter Rundschau, u. a.) hat in einer Kolumne, die zehn Jahre lang unter dem Titel "Herr D." in der Frankfurter Rundschau erschien, auf ebenso humorvolle wie sensible Weise das Leben in der neuen Hauptstadt beschrieben. Dabei entstand eine literarische Figur: Der Herr D. Angesiedelt in einem Bereich zwischen Fiktion und Realität, Literatur und Journalismus beschreibt Korfmann anhand seines kleinen Flaneurs den Wandel der Hauptstadt zwischen den Jahren 2001 und 2011 – mit einem besonderen Augenmerk auf Kreuzberg
Der Außenseiter-Verlag hat 38 dieser Texte im vorliegenden Band zusammengefasst. »Schön, dass nun einige dieser Kolumnen davor bewahrt werden, sich zu verflüchtigen im herbstlichen Nebel des Gedächtnisses, wie der Herr D. es einmal nannte.« (Stefan Hebel, Frankfurter Rundschau)
Hans W. Korfmann veröffentlichte Anfang der 90er Jahre erste literarische Texte im Magazin und in der Wochenzeitschrift Freitag. Seine Reportagen erschienen in Tageszeitungen und Magazinen. Für die Frankfurter Rundschau war er viele Jahre als Kolumnist tätig. Korfmann ist Herausgeber des Stadtteilmagazins Kreuzberger Chronik. 2005 erschien »Kreuzberger«, eine Sammlung literarischer Porträts.
Ein literarischer Leckerbissen für alle, die Berlin noch mal ganz anders kennen lernen wollen.
Stefan Hebel, Frankfurter Rundschau
Der Herr D. Die Erlebnisse eines Neukreuzbergers
ISBN 978-3-9814733-0-8
116 Seiten 10,- €
Außenseiter Verlag
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Gerade rechtzeitig zum Erscheinen des Buches hat der Herr D. auch eine Stimme bekommen. Gerhard Müller, dessen Stimme den Hörern von »radioExperienza« bestens bekannt ist, bietet auf seiner Seite zum Herrn D. die Episoden auch als Podcast an.
Direkt anhören kann man sich diese jetzt auch hier bei uns:
»Kreuzberger«, die gesammelten Porträts des Autors Hans W. Korfmann und des Fotografen Michael Hughes, sind mehr als eine wahllose Aneinanderreihung von Biographien, die zufällig alle in Kreuzberg zusammenlaufen. Text und Bild zeichnen nicht allein verschlungene Lebenswege nach, sondern sie verbinden diese zum Porträt eines Stadtteils, der geprägt ist von einem vorwärts denkenden, im Kampf gestärkten Lebensgefühl und Überlebenswillen. So gesehen ist »Kreuzberger« ein weiterer Beitrag zum »Mythos Kreuzberg«. Doch auch ein Buch, in dem sich jeder Kreuzberger auf irgendeiner Seite wiederfinden wird - egal, ob er will oder nicht.
Der Kohlenhändler, der gerne über Wasser schippert, die Frau im Rollstuhl, die einmal Skirennen fahren wollte, der Fischzüchter, die Friseuse, die Kneipenwirte - für Korfmann sind sie die wahren Helden. Und es gelingt ihm, sie so zu beschreiben, dass sie es auch für andere werden.
Waltraud Schwab, taz
Korfmann hat zwar keinen Roman veröffentlicht, aber, immerhin, eine Art Kurzgeschichten-Sammlung. Und die macht aus dem Journalisten Hans W. Korfmann doch fast schon einen Schriftsteller.
Der Tagesspiegel
Schön also, daß uns der Journalist Hans W. Korfmann und der zitty-Fotograf Michael Hughes daran erinnern, dass das Leben so spannend sein kann.
Zitty
Unter den für das Buch ausgesuchten Porträts von Leuten zwischen Kottbusser Damm und Bergmannstraße befindet sich beispielsweise die Geschichte von Didi & Siggi, dem schwulen Pärchen aus der Kneipe »Sonne«. Auch Klaus-Dieter Müller, Verkäufer der Obdachlosenzeitung Motz und bekennender Bayern-Fan, wird vorgestellt.
Berliner Zeitung
KREUZBERGER. 15 Porträts
ISBN 3-9809951-0-0
96 Seiten 9,80 €
erschienen im Verlag an der Spree
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Als 1989 die Kreuzberger Chronik erschien, glaubte niemand an eine Lebenserwartung von mehr als einem halben Jahr. Außer Korfmann. Denn der hatte das Konzept entworfen. Es war seine Idee von einem Blatt, das man liest und nicht durchblättert. Obwohl es aus Bleiwüsten besteht. An »schwerstem Anachronismus leidet«. Keine reißerischen Überschriften hat und in all den Jahren nur ein einziges Busenfoto präsentierte. Als die Herausgeber nach 6 Nummern aufgaben, machte er weiter. Allein.
taz
Außenseiter Verlag
Monumentenstr. 21
10965 Berlin
Stnr. 14-393-61379
Buchhändlerische Verkehrsnummer: 978-3-9814733
Verantwortlich gemäß § 10, Abs. 3 MDStV: Hans W. Korfmann
Tel.: 030/674 677 35
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